BRIGITTE WUICH

 

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Erfahrungen, Vermutungen, Urteile und Vorurteile, Phantasien, Sichtweisen prägen unser Weltbild, unsere „Innere Landkarte“.

Missverständnisse und Konflikte entstehen oft dadurch, dass wir davon ausgehen, dass es nur eine – nämlich unsere! – „Innere Landkarte“ gibt. So, als gäbe es keinen Unterschied zwischen den Schulatlanten 1980 und 2007!

 
Ein einfaches, harmloses Beispiel:

 „Apfel“ – welche Daten hat Ihre „Innere Landkarte“ zu „Apfel“ gespeichert? Größe, Farbe, Geschmack, Konsistenz, Duft,?  - Meiner ist klein, rot, säuerlich, knackig und duftet nach Krampus, stimmt’s? Was, Ihr Apfel ist groß, gelb, süß, weich und duftet lieblich!  Und dazu noch unsere Einstellung zu gesunder und wohlschmeckender Ernährung, unsere Erfahrungen von „Bauchweh nach unreifen Äpfel“ bis zum  „himmlischen Apfelkompott der Großmutter“....

Ein „Apfel“ ohne nähere Details kann da leicht zum „Zankapfel“ werden – so wie der Informationsaustausch anhand unseres Schulatlas (ohne Kenntnis des Ausgabejahrs) zu hitzigen Diskussionen führt.

Das Interesse für, und die Wertschätzung der „Inneren Landkarten“ unserer Mitmenschen, sind Voraussetzung für gelungene Kommunikation.